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Aufruf zur Besonnenheit: Keine CO2-Steuer

Die Diskussion um den Klimawandel erhitzt die Gemüter. Dabei bleibt die Sachlichkeit oft auf der Strecke, denn Greta Thunberg und ihre Anhänger wollen uns nach ihren eigenen Worten „in Panik versetzen“. Nun ist aber Panik ein schlechter Berater, wenn Maßnahmen zum Schutz der Umwelt beschlossen werden, die nicht nur erhebliche Summen verschlingen, sondern vielleicht unnötige Opfer von den Menschen verlangen.

So ist es erst wenige Jahre her, dass Klima-Aktivisten forderten, fossile Treibstoffe durch klimaneutrale aus Pflanzen zu ersetzen. Die Folge waren ein starker Anstieg der Lebensmittelpreise besonders in der Dritten Welt und das Abholzen von Regelwald zum Anlegen von Ölfrucht-Plantagen. Die entstandenen Monokulturen führten zu Artensterben und laugten die Böden aus. Aber davon spricht kein Klima-Schützer mehr und schon gar nicht wollen sie daran heute erinnert werden, welcher Schaden in der Dritten Welt durch vorschnelles Handeln angerichtet wurde.

Der Schutz der Umwelt liegt jedem am Herzen, nicht nur Umwelt-Aktivisten. Deshalb fordern wir von der Politik wohl überlegte und vernünftige Schutzmaßnahmen statt Schnellschüssen, die nur zulasten von Umwelt und Bürger gehen.

Denn im September will die Regierung über die „Bepreisung“ von CO2 entscheiden, was nichts anderes ist als ein harmlos klingender Ausdruck für eine CO2-Steuer. Man überlegt also, die Bürger noch weiter zu belasten, nur um diejenigen zu beruhigen, die Panik verbreiten. Über Sinn und Unsinn einer solchen Steuer wird schon gar nicht mehr diskutiert.

Aber was hat es auf sich mit diesem CO2, dessen Anstieg nach den Worten der Umwelt-Aktivisten das Leben auf unserem Planeten bedroht. Aus der Panik, die verbreitet wird, könnte man schließen, dass er einen gewaltigen Anteil an unserer Atemluft ausmacht. In Wirklichkeit beträgt er aber nur 0,04%. Wussten SIE das? Das wissen viele der Klima-Aktivisten selbst nicht, wenn sie darauf angesprochen werden.

Die wenigen, die es wissen, verweisen dann auf den Anstieg der CO2-Emissionen seit dem Beginn der Industrialisierung. Sie schließen daraus, dass dieser Anstieg nur menschengemacht sein könne. (Das soll hier nicht bestritten werden, wenn es denn auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht statt auf Annahmen und Vermutungen.)

Innerhalb von ca. 150 Jahren stieg demnach der CO2-Anteil der Luft von 0,03% auf heute 0,04%. Das sind 33% in fast 200 Jahren. Das halten Klima-Aktivisten für viel und sehen darin eine Bedrohung. Frage an SIE: „Würden Sie einen Lohnanstieg von 33% in 200 Jahren auch für „viel“ halten?“

Sie sehen: „Viel“ ist ein sehr dehnbarer Begriff und nicht zu trennen von der Sichtweise des Betrachters und seinen Interessen. Denn bei einer Veränderung von 0,03% auf 0,04% innerhalb von 200 Jahren könnte man genau so gut von konstanten Werten sprechen, zumal wenn man bedenkt, dass Temperaturen und die Zusammensetzung der Atmosphäre immer Schwankungen unterlegen haben.

Hinzu kommt, dass ja auch die Natur durch die Pflanzen selbst CO2 produziert. Aber es wird in der Photosynthese auch wieder aufgenommen und in Sauerstoff umgewandelt. Pflanzen brauchen zu ihrem Wachstum CO2. Ohne CO2 gibt es keine Photosynthese und folglich keine Pflanzen. Indem sie es verbrauchen und nachts wieder abgeben, regulieren sie seinen Anteil in der Luft. Das müssten eigentlich auch die Klima-Aktivisten wissen, wenn sie im Biologie-Unterricht aufgepasst haben.

Die wenigen, die diese Fakten kennen, verweisen dann aber auf das sogenannte menschengemachte CO2. Was schätzen SIE, wie hoch der Anteil des Menschen an der CO2-Produktion ist? Die Natur selbst verursacht 96%, der Mensch nur 4%.

Damit beträgt der Anteil des menschengemachten CO2 der Luft 4% von 0,04%. Das sind 0,0016%. Der Anteil Deutschlands daran liegt dann noch einmal bei 3,1%, also etwa 0,0005%. Und dafür sollen wir mit einer CO2-Steuer belastet werden? (Alle hier verwendeten Zahlen sind öffentlich zugänglich, und bezüglich ihrer Richtigkeit bestehen in der Wissenschaft keine Differenzen – anders als beispielsweise in Fragen des Klimawandels.)

Wenn die Tatsachen also so sind, wieso setzt sich dann nicht eine besonnenere Haltung gegenüber dem CO2-Problem und dem gesamten Thema Klimawandel durch?

Erstens kennen viele Menschen diese Zahlen nicht, weil die Diskussion um das Klima nicht bestimmt ist von Sachlichkeit sondern von Stimmungsmache und Empörung. Dadurch wird ein Klima der Bevormundung und des Vorwurfs in der Gesellschaft geschaffen. Die Menschen werfen sich gegenseitig klimaschädliches Konsumverhalten vor. Jeder versucht, dem anderen Vorschriften zu machen: Man soll kein Fleisch mehr essen, nicht mehr mit dem Auto fahren, nicht mehr fliegen, Kreuzfahrten meiden, weniger Kleidung kaufen, weniger grillen. All diese Appelle betreffen in erster Linie die Lebensgestaltung und Lebensführung der einfachen Leute.

Man greift also vonseiten der Klima-Aktivisten nicht die Produzenten an sondern die Konsumenten. Aber diese können ja letztlich nur das kaufen, was die Produzenten anbieten, und was der Geldbeutel zulässt. Man meidet den Konflikt mit den Mächtigen, auch wenn einige Aktivisten vorgeben, gegen das System zu sein. Stattdessen greift man die kleinen Leute an, macht ihnen Vorwürfe und Schuldgefühle. Erhöhte Flugpreise werden es manchem Arbeitnehmer nicht mehr erlauben, mit seiner Familie in Urlaub zu fliegen. Die Flugreisen der Unternehmensvertreter werden dadurch aber nicht weniger werden. Sie schlagen die Mehrkosten auf die Preise drauf.

Zweitens setzen die Forderungen der Klima-Aktivisten sich nicht wegen der besseren Argumente durch, sondern weil sie öffentlich mehr Druck ausüben. Sie organisieren sich, handeln organisiert und setzen sich mit Demonstrationen und Veranstaltungen für ihre Belange ein. Besonders Fridays for Future (FfF) setzt die Politik unter Druck und treibt die Politiker mit ihren Forderungen vor sich her. Die Regierungsparteien stehen dieser Entwicklung hilflos gegenüber. Statt für Sachlichkeit und Besonnenheit zu sorgen, versuchen sie, die Klima-Aktivisten auf den Grünstreifen zu überholen mit voreiligen Beschlüssen wie einer CO2-Steuer. Sie haben keinen eigenen Standpunkt mehr.

Es ist FfF nicht zu verdenken, dass sie sich für ihre Interessen einsetzen. Es ist auch das Vorrecht der Jugend, aus der sich FfF überwiegend zusammensetzt, ungeduldig und fordernd zu sein. So war Jugend immer, wenn auch die Themen andere waren. Es geht um die Abgrenzung von der älteren Generation und die Entwicklung eigener Lebenspläne und Wertvorstellungen.

Aber es ist Recht und Aufgabe der Älteren, zur Besonnenheit zu mahnen, um Schaden abzuwenden, den jugendliches Ungestüm verursachen kann. Deshalb fordern wir, eine sachliche Diskussion zum Thema Klima. Es muss Schluss sein mit der Panikmache, emotionalen Aufheizung und Manipulation der gesellschaftlichen Diskussion. Keine voreiligen Beschlüsse, die zu negativen Auswirkungen für Bürger und Umwelt führen. Deshalb:

Keine CO2-Steuer!

Setzen wir gegen die Panikmache von Fridays for Future die Stimme der Vernunft und Sachlichkeit.

Sammeln und organisieren auch wir uns, die Besonnenen, die Vernünftigen, die Ruhigen, die bisher sich kaum bemerkbar gemacht haben, nicht gehört wurden, nicht zu Wort kamen.

Melden wir uns zu Wort!

Informieren wir an Samstagen über die Fakten und für einen besonnenen Umgang mit dem Thema Klima. Demonstrieren wir an Samstagen für unsere Interessen.

Samstags für Vernunft

Wenn Sie sich unserer Bewegung anschließen oder unterstützen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf unter

Klima-der-Vernunft@web.de

12 Kommentare zu “Aufruf zur Besonnenheit: Keine CO2-Steuer

  1. Sehr schöner Beitrag und hoffetnlich nehmen die Freitagszukünftler Krieg mit in ihre Agenda auf, der ist auch wenig Klimaneutral.

    Der Treibhauseffekt ist abgeleitet aus der Beobachtung von Treib-und Gewächshäusern: die Temperatur erhöht sich, sobald die Sonne darauf scheint.
    Die im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase sind Kohlenstoffdioxid – dieses gilt als Referenzwert – Methan (z.B. Tierabgase), Distickstoffoxid (Lachgas), Schwefelhexafluorid, H-FKW und HFCs verhindern, dass die eintreffenden Sonnenstrahlen weniger reflektiert werden und ungefiltert auf die Erde treffen. Dies führt zu einer Erwärmung von Luft, Wasser und Land.

    Das Klima ändert sich, das steht außer Frage, es wandelt sich seit es die Erde gibt. Der Effekt, der durch menschliche Eingriffe entsteht, heißt anthropogener Treibhauseffekt.
    Die Frage ist also:

    Inwieweit ist der Mensch beteiligt und was können wir machen?

    Ich halte die „Greta“- Proteste für gut und sinnvoll, lange war mein Credo: „Es wird Zeit das die konsumwütige Ipad und Instagramgeneration ihren Arsch hochbekommt.“
    Da ist es doch schön, wenn ihr das Umfeld so hilfreich unter die Arme greift.

    Aber einige Argumente der Gegenseite gingen mir nicht aus dem Kopf, so habe ich in vielen, vielen Quellen nach Aufklärung gesucht, die meine Ansicht stützen.
    Das Problem dabei: je gründlicher ich in die Materie eintauchte, umso mehr wurde CO² mein Problem.

    In der Schule, wir erinnern uns, hörten wir bereits vom grünen Daumen der Natur: Erhält eine Pflanze Licht, beginnt die Photosynthese. Soll heißen, Lichtenergie plus Wasser plus Kohlendioxid gleich Traubenzucker und Sauerstoff.
    Hier nochmal für Chemieleistungskursanwärter die lichtabhängige Fotosynthesegleichung:

    6 CO2 + 6 H2O = C6H12O6 + 6 O2

    Die Zunahme der CO²-Konzentration begünstigt das Pflanzenwachstum. Als Hobbygärtner freue ich mich über ihn, den CO²-Düngungseffekt:

    Eine zusätzliche Zufuhr von CO² bewirkt für ca. 7 Tage ein zusätzliches Pflanzenwachstum, danach hat sich die Pflanze auf die erhöhten CO²-Werte eingestellt und die Pflanze kehrt zu ihrem „normalen“ Wachstum zurück. Studien ergaben, bei erhöhter CO²-Konzentration stecken im Reis etwas weniger B-Vitamine, dafür erhöht sich der Vitamin E Anteil in ihm.

    Die Zeitschrift Spiegel, zumindest nicht im Verdacht, „Klima zu leugnen“, eröffnete uns, die Welt wird immer grüner und zwar wegen des CO²‘.
    Auf einem Globus, auf dem viele Tiervertilger Regenwälder abholzen lassen, keine dumme Idee des Planeten.

    Soll ganz und gar nicht heißen, dass wir auch nur ein Itzelchen so weitermachen sollten mit der Umweltverschmutzung in Wasser, Luft und Erde oder die Bedrohungen gar im nuhrschen Sinne durch hinkende Vergleiche aus der Vergangenheit kleinbabbeln.

    Da lauert nämlich noch viel größeres Ungemach auf den Menschen: Schätzungsweise 1672 Gigatonnen organischer Kohlenstoff sind im Permafrost der Landflächen gespeichert.
    Mehr als doppelt so viel, als die gesamte Vegetation der Erde enthält.
    Auch, wenn nur ein kleiner Teil dieses Vorrats freigesetzt würde, stiege der atmosphärische Kohlenstoffgehalt merklich an.

    Permafrost im Meeresboden arktischer Schelfgebiete ist dabei nicht berücksichtigt. Besser also, wir halten die Temperatur so tief wie möglich.
    Und dennoch: Regenwälder werden genau in diesem Moment gerodet. Öl und sonstige Abfälle werden im Meer und in der Erde versenkt, sämtlicher Dreck in die Luft geblasen, mehr Fleisch produziert, als die Deutschen essen können, Autobauer „to big to fail“, um sie davon abzuhalten Spritschleudern herzustellen.
    Aber eine CO² Steuer wird es richten. Yupps.

    Wollen wir der Klimaerwärmung einmal emotionslos und faktisch auf den Pelz rücken.

    982 landete der Isländer Erik der Rote mit seinen Wikingern auf Grönland, sie besiedelten es in einer ungewöhnlich warmen Phase.
    In Europa blühte die Landwirtschaft, große Kathedralen wurden erbaut.
    Dicke Mauern auch gegen die Hitze.
    Es gibt große und schöne Bauernhöfe auf Grönland ist im Königsspiegel aus dem 13. Jahrhundert zu lesen.
    Klimatologen bestätigen den Verfasser: zwischen dem 9. und dem 12. Jh. herrschte in der Region des Nordatlantiks ein recht mildes Klima. Futterpflanzen wurden dort angebaut und Tiere gezüchtet.
    Ähnlich wie heute.

    Von 1300 an wurde es wieder kälter.

    Aber es gibt nur wenige Messstationen, die mit den Messungen vor 1900 begannen.
    Die heutigen Temperaturen sind eher niedriger als die der 30er Jahre.
    Der Temperaturanstieg seit 1990 erfolgt vergleichbar rasch wie der von 1920 zu 1930.
    Im Durchschnitt ist die Temperatur seit 1930 gesunken (langsame Abkühlung gefolgt von fast so starker, jedoch rascherer Erwärmung).

    Na klar, der Mensch ist zumindest zu einem gewissen Anteil am aktuellen Klimawandel beteiligt. Er verursacht durch seinen Fleischkonsum Methan und viele andere Abgase, diese förderst durch Schifffahrt und Flüge.
    Sie reichern sich in der Ozonschicht an und verstärken den Treibhauseffekt.

    Aber ob der Mensch die Erde noch mehr erwärmt oder diese Tätigkeit einschränkt, einen Klimawandel, ja eine nächste Eiszeit wird es auch ohne seine Einwirkung wieder geben.

    Klingt pessimistisch? Nein, die Erde macht das so seit sie besteht; sie wird damit nicht aufhören, nur weil der Mensch gerade auf ihr wohnt.

    Was wir machen können -und sollten – ist die Erde von Verschmutzungen zu befreien und weniger neue hinzuzufügen. Das macht das Leben für uns und unsere Mitbewohner schöner und vielleicht öffnet sich dann ein größeres Zeitfenster bis zur nächsten Eiszeit.

    Obiges nochmal in wissenschaftlich:

    Die Nachvollziehbarkeit ist einer der wichtigsten Grundsätze der Wissenschaft überhaupt

    Die Berechnung von mittleren Globaltemperaturen bzw. Temperaturabweichungen, oder -anomalien von einem willkürlich bestimmten Mittelwert für eine bestimmte Zeitspanne (als Normalität, die es nicht gibt, da das Klima immer dynamisch und nie statisch war und ist) ist extrem wirklichkeitsfremd und nicht nur ökologisch unsinnig.

    Der gefundene Index ist ein Kunstprodukt und eine oberflächliche „Wahrheit“.
    Die Genauigkeit von 0.6 ± 0.2 K „globaler Temperaturerhöhung“ (als Abweichung vom Mittelwert) seit etwa 1850 soll wissenschaftliche Seriosität suggerieren, die in diesem Kontext überhaupt nicht möglich ist.
    Auch, wenn gebetsmühlenhaft von so genannten Experten das Gegenteil behauptet wird.

    Die Rekonstruktionen der Temperaturschwankungen durch Esper et al. (2002), Moberg et al. (2005) sowie die ältere Arbeit von LaMarche (1974) lassen ahnen, dass die mittelalterlichen Optimum-Temperaturen sich nicht von den aktuellen unterscheiden.

    Eventuell lagen sie sogar höher.
    Es sollte aber klar sein, dass jede kalibrierte Rekonstruktion mit großen „Messwert“unsicherheiten behaftet ist. Es handelt sich um wahrscheinliche bzw. ‚hochgerechnete‘ Temperaturschwankungen, welche selbst keinesfalls die tatsächlichen Schwankungen spiegeln.
    Diese waren wohl wesentlich stärker ausgeprägt, was sich über einen Vergleich der heutigen Referenzmedien mit den aktuell gemessenen Werten leicht nachweisen lässt.

    Die hier suggerierte Vergleichbarkeit mit den Messwerten ist daher unzulässig. Proxydaten müssen aus methodischen Gründen immer abgeschwächte Min- und Maximal-Daten zeigen.

    Da ich lange meiner in der Schule angenommenen Meinung nachhing,
    die Klimatemperaturschwankunkungen würden sich im Laufe von Jahrtausenden oder gar -millionen abspielen, hier ein kleiner Abriss der TU Berlin ( alle Quellen, die diesen Beitrag stützen – unter dem Text ) :

    ~850-1150
    Mittelalterliches Wärmeoptimum, Wikinger (Normannen s.l.) besiedeln Grönland und treiben Ackerbau; sie entdecken lange vor Kolumbus (N-)Amerika. In England, aber auch im östlichen Mitteleuropa, entstehen zahlreiche Weinanbaugebiete. Die Temperaturen lagen nach Loehle (2007) vermutlich vor allem in der nördlichen Hemisphäre und regional 1 bis 1.5 K über der langjährigen Mitteltemperatur, oder entsprachen nach Cubasch et al. (2004) und Moberg et al. (2005) etwa den heutigen; Glaser (2001) vermutet dagegen, dass die aktuellen Werte bereits leicht über denen des Mittelalterlichen Wärmeoptimums liegen könnten.

    Auf der Grundlage von Feldforschungen wird von Blümel (2002: 22) dagegen angenommen, dass die mittleren Temperaturen im Vergleich zu heute um 1,5 – 2,0 °C gestiegen waren und Vermutungen gerechtfertigt sind, dass dieses Optimum auch in den Randgebieten der sommerfeuchten Tropen (Namibia) zu höheren Niederschlägen geführt hatte (ibid, S.25-26).

    Übrigens: auch während dieser Zeit kam es immer wieder zu Kälteeinbrüchen in Mittel- und Nordeuropa, die mit Phasen geringer Niederschläge in Mittelamerika korrelierten und wohl zum Kollaps der klassischen Mayakultur während einer Superdürre zwischen 1.300 – 1.100 BP führten! (vgl. Peterson & Haug 2006)

    ~1150 – 1850
    Klimapessimum (Kleine Eiszeit), in Mittelamerika lange Periode geringer Niederschläge, Wikinger verlassen im 15. Jahrh. Grönland, Missernten und Hungersnöte treten in Europa auf (kühl und regenreich), Sturmfluten und Überschwemmungen sind häufig, die Getreidepreise steigen zum Ende der Kleinen Eiszeit in unermessliche Höhen – um 1805 herum, gleichzeitig sogenanntes Dalton – Minimum (Maunder – Minimum 400 – 330 BP), die Temperaturen lagen weltweit vermutlich ca. 2 K unter den heutigen (vgl. Hinweise zur Sonnenfleckenaktivität)

    1850 – bis heute
    Erwärmung Heftige und sehr kontroverse Diskussion darüber, ob anthropogen bedingt oder nicht, vor dem Hintergrund einer auf 6.57 Milliarden angewachsenen Menschheit
    (2006, Dez.).

    Gegenwart: ‚Modernes Optimum‘ mit leichter Abnahme der Permafrostgebiete und Zunahme der Niederschläge an den südlichen Rändern der Sahara? Satellitenbilder zeigen keine Ausweitung der Sahara (Science 31 July 1998: Vol. 281. no. 5377, pp. 633 – 634), aber gegenwärtig einen Rückgang der Wüsten Afrikas und eine Zunahme der Vegetation an den nördlichen und südlichen Rändern der Savannenzonen (New Scientist, 2002, Nr. 2361, S. 4), aber auch einen Rückgang des arktischen, nicht jedoch des antarktischen Eises.

    Die Sonne und der Hockeystick

    Ein wesentliches Argument für den menschlichen Einfluss im 20. Jahrhundert ist ein angenommener geringer Einfluss der Sonne. Wenn die Sonne jedoch im letzten Jahrtausend deutlich größere Auswirkung am Klimageschehen hat, als der Hockeystick zeigt, so muss auch der heutige menschliche Anteil deutlich kleiner sein als bisher angenommen.

    Dieser auf den ersten Blick harmlos anmutende wissenschaftliche Disput hat handfeste politische Konsequenzen: Wenn das IPCC Recht hat, dann muss man über geeignete Maßnahmen den Einfluss des Menschen auf das Klima reduzieren, um es zu stabilisieren. Liegen aber die Vertreter der Solarhypothese richtig, dann braucht die Menschheit nichts zu unternehmen.

    Matt Ridley, der frühere Wissenschaftsredakteur von The Economist, schrieb im Prospect Magazine [16. März 2010], dass dieses Buch eines der besten Wissenschaftsbücher seit Jahren sei und dass „es in köstlichen Details Datum für Datum enthüllt, wie ein wissenschaftlicher Fehler von immensem politischem Gewicht, von einem wissenschaftlichen Establishment begangen, verteidigt und getarnt wurde , das jetzt rot vor Schande sein sollte.“

    Phil Jones, der den vom IPCC zur Dokumentation des „Hockeyschlägers“ verwendeten Temperaturrekord aufrechterhält, der (immer noch) behauptet, die Erwärmung des 20. Jahrhunderts sei eine beispiellose und anomale anthropogene globale, während er leugnet, dass es im Mittelalter zu einer vergleichbaren bzw. stärkeren Erwärmung gekommen ist.

    Christopher Booker schrieb in einem Artikel für The Daily Telegraph: „Wir können jetzt in schockierenden Einzelheiten die Wahrheit über die empörenden Anstrengungen lesen, die unternommen wurden, um sicherzustellen, dass derselbe Bericht von 2007 den schamlosesten aller IPCC-Stunts – den berüchtigten – an Bord behalten konnte. Das „Hockeyschläger“ -Diagramm soll zeigen, dass die Temperaturen im späten 20. Jahrhundert auf ein beispielloses Niveau angestiegen sind.

    Andrew Bolt schrieb in The Herald Sun: „Die erstaunliche Geschichte des künstlichen Hockeyschlägers, mit dem so viele Betrüger davon überzeugt wurden, dass die Welt in der Geschichte der Menschheit noch nie so heiß war. Erfahren Sie, wie Wissenschaftler lieber Mauern bauten, anstatt ihren enormen Fehler aufzudecken.“

    Nigel Calder, ehemaliger Herausgeber des New Scientist Magazins und Co-Autor von The Chilling Stars, schrieb: „Dies ist ein Thriller über Codebreaking, Computercodes, die ein falsches Signal an die Welt über außer Kontrolle geratene globale Erwärmung erzeugten.“

    Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Zellner, Vorsitzender des Sachverständigenkreises des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Globale Umweltaspekte“ (2000–2003):
    „Das stimmt, es gibt kein Laborexperiment, das die Erwärmung durch Infrarotabsorption des CO2 direkt nachweist. Das System Atmosphäre kann aufgrund seines Temperatur- und Druckgradienten in einem stationären Experiment gar nicht reproduziert werden.“

    Prof. John Mitchell, IPCC-Leitautor und Chef des brit. Met-Office:
    „Es ist nur möglich, die Erwärmung im 20. Jh. auf menschliche Eingriffe zurückzuführen, wenn man numerische Modelle des Klimasystems verwendet.“

    „Das Klimasystem ist ein gekoppeltes, nichtlineares chaotisches System. Daher ist die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich.“

    „Der Eisbohrkern EPICA C weist eine Spannbreite über 2000 Jahre auf. Die Poren haben sich nicht geschlossen, bevor sie eine Tiefe von 99 m erreicht hatten, wo das Eis 2424 Jahre alt ist. Nach dem FDM wurde die Luft des vergangenen Jahres in einer Eisschicht eingelagert, die vor über 2000 Jahren entstanden ist.“

    Darüber sind sich endlich mal alle Wissenschaftler einig:

    Die Erde hat ein Kühlsystem, es strahlt ständig Wärme ins Weltall ab. Jeder Anstieg der Erdtemperaturen erhöht diese Abstrahlung. Der größte Teil der ins All abgestrahlten Wärme stammt nicht von der Erdoberfläche, sondern aus der Atmosphäre. Wasserdampf, CO² und Co fangen die von der Oberfläche kommende langwellige Strahlung großenteils ab, absorbieren sie und re-emittieren sie dann in alle Richtungen, soll heißen zur Erdoberfläche und ins All. Treibhausgase sind somit Teil des Kühlmechanismus’ der Erde, kühlen aber de facto weniger als es der Erdboden vermag, die Kühlung durch Abstrahlung ist stärker je wärmer es ist.

    Ganz deutlich wird: Gretas Klimawandelrettung ist von den Interessen der Weltpolitik sehr flott vereinnahmt worden. Die ersten Steuermodelle werden dem Steuerzahler schmackhaft gemacht.
    Ab wann geben die Grünen Emissionszertifikate aus?

    Noch mehr Fragen:

    Welche Ausgangswerte (hier vor allem Anteil des CO² in der Atmosphäre) werden angenommen?
    Welche Klima-Modellrechnung nehmen wir als Grundlage?
    Ist politisierte Klimaforschung noch ergebnisoffen?
    Werden wissenschaftliche Ergebnisse weniger überprüft, wenn sie beschlossene Konzepte bestätigen? Selbst dann, wenn es andere Studien mit gegensätzlichen Aussagen gibt?
    Wie gehen wir mit dem Milankovic Zyklus und dem Hockeystick um?
    Wie kann es sein, dass Daten und Methoden des Hockeystick von den Autoren geheim gehalten werden können?
    Erhöht ein Anstieg der CO² Konzentration die Temperaturen auf der Erde oder sorgt er gar für eine Eiszeit?
    Gibt es einen “Herdentrieb” in der Klimawissenschaft ?
    Wie berechnen wir Vulkanausbrüche, Permafrosterwärmung und Kohlebrände in die Modelle?
    Können Baumringe, Tropfsteine, Korallen und Eiskerne belastbare Hinweise auf die globale Temperaturerhöhung oder -abnahme, die Sonneneinstrahlung, den Vulkanismus und die innere Variabilität des Klimasystems geben?
    Wie stark ist die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind, dem Erdmagnetfeld und den Wolkenbildungen in unserer Atmosphäre?
    Wollen wir tatsächlich eine neue Steuer kreieren? Eine Luftsteuer?

    Die administrativen Bemühungen zur Reduzierung des anthropogen erzeugten CO² als alleinverantwortlichen „Klimakiller“ mögen pekuniäre Hintergründe haben, dürften jedoch auf das von der Natur gestaltete, höchst komplexe Wettergeschehen wenig Einfluss haben.

    • hallo Artmut
      Sehr interessanter Kommentar, aber zu lang. Ich habe mittendrin aufgehört, obwohl er eigentlich interessant war. Ich bitte Sie, beim nächsten Mal weniger zu schreiben und sich auf einen Gesichtspunkt zu konzentrieren. Sie können ja mehrere schreiben zu den verschiedenen Themen, die Sie ansprechen.

      • Hallo Herr Rauls,

        Ich habe den Kommentar zu Ende gelesen, aber natürlich nicht alles beim einmaligen Lesen behalten. Ich finde diese Fleißarbeit sehr sinnvoll, insbesondere für die Quellen bin ich dankbar. Man findet nämlich selten so komprimiert eine Zusammenstellung von Äußerungen; insbesondere von Leuten aus dem Umfeld des IPCC.
        Die Diskussion mit den Anhängern des antropogenen Klimawandels geht ja weiter. Ich, als Nichtwissenschaftler, bin nur deshalb Kritiker des aKW (die Abkürzung ist eine spontane Eigenkreation), weil es Artikel wie den Ihren, aber auch Kommentare wie den von Artmut gibt. Es kann gar nicht genug Informationen geben, die der offiziellen Darstellung etwas entgegenzusetzen haben.

  2. Liebe Güte, Herr Rauls, was schreiben Sie denn hier für einen Unsinn? Ist Ihnen wirklich nicht klar, dass z.B. bei einem Gift der Anteil etwa pro Körpermasse oder pro Blutvolumen oder was auch immer winzig klein sein kann, um noch unwirksam oder ungefährlich zu sein, aber ein winziger Anstieg zum Tod führen kann? Alleine dieses Nicht-Argument von den „nur“ 0,04%, auf dem Sie die ganze Zeit herumreiten, macht den ganzen Artikel lächerlich.

    Ich habe von Ihnen einige sehr kluge Artikel bei Rubikon gelesen, aber von diesem Thema haben Sie sichtlich keine Ahnung. Ich hoffe, Sie nehmen mir die harte Kritik nicht übel, aber es sollte Ihnen bewusst sein, dass ein weitere Nicht-Kenner der Materie, Rainer Rupp, sich (bei KenFM) sogleich auf Ihren Artikel bezogen hat. Sowas zieht halt immer Kreise. Die ganze AfD-Anhängerschaft jubelt über solchen Unsinn, auch das sollte Ihnen klar sein. Ich stimme Ihnen allerdings ausdrücklich zu, dass eine CO2-Steuer grober Unfug wäre, und das ist noch harmlos ausgedrückt. Allerdings wäre sie das nicht wegen der „nur“ 0,04%, sondern aus einer ganzen Reihe anderer Gründe.

    • Hallo Max, da Sie MEINEN Beitrag als Unsinn bezeichnet haben, habe ich ihn veröffentlich.Ich bin nicht eng gerippt, Herr Rupp auch nicht, soweit ich ihn kenne. Hätten Sie den Kommentar eines Dritten so unsachlich kommentiert, wäre er nicht durchgegangen. Also bei weiteren Kommentaren sachlich, nicht persönlich.
      Zum Inhalt:
      Dieses Gift-Beispiel wird ja immer wieder gerne verwendet. Ich weiß dann nur nie, ob es aus Unwissenheit geschieht oder mit Absicht. Denn sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Das kann man machen, nur muss dann auch feststellen, dass sie unterschiedlich sind. Im Falle des Gifts handelt es sich um einen körperfremden Stoff, dessen Wirkung in den Bereich der CHEMIE fällt. Es ist tödlich auch in kleinen Dosen, weil es als körperfremder Stoff Körperfunktionen auf dem Wege der chemischen Reaktion zum Erliegen bringt und dadurch tödlich wirken kann. Da können kleine Dosen fatal sein.
      Beim CO2 aber handelt es sich um ein Bestandteil der Luft, nichts „Körperfremdes“. Seine Wirkung innerhalb der Luft beruht auf den Gesetzen der PHYSIK. Das sind zwei verschiedene Schuhe.
      Also in Zukunft etwas vorsichtiger mit der VErteilung von Attesten wie „keine Ahnung“ und „Unsinn“. Das kann sehr schnell zum Boomerang werden.

  3. @ Max
    Ich weiß ja nicht, wie „Max“ sich (genauer) politisch „verortet. Aber ich kopier speziell zu seinem Kommentar hier oben (26/07/2019 um 23:19 ) meinen Kommentar bei KenFM Rainer Rupp Artikel) hierher:
    Ganz besonders auch wegen des folgenden Satzes von „Max“ : “ Die ganze AfD-Anhängerschaft jubelt über solchen Unsinn, auch das sollte Ihnen klar sein. “
    Man könnte (eigentlich „müsste“) das noch weit genauer ausführen. Ich will es aber nicht, wie „Artmut“, (für einen solchen Platz) zu sehr ausdehnen.
    Was aber nicht heißen soll , dass Artmuts Ausführungen uninteressant wären. Das kann ich aber natürlich erst beurteilen, wenn ich sie (ganz) gelesen habe. Was ich auch vor habe. (-:
    _____________________

    Ich bewundere den Mut des Herrn Rainer Rupp.

    Einen solchen Artikel wagen (zur Zeit) nur sehr wenige Linke. Und sogar nur wenige aus der öminösen linksliberalen oder konservativen Mitte.

    Und zwar , weil sie den strategisch- propagandistischen Kontaktschulvorwurf in Bezug auf die AfD fürchten.

    Aber gerade auch für Linke sollte intellektuelle Redlichkeit (in einem „aufgeklärten und aufklärerischen Sinn) eine Grundvoraussetzung sein. Und das verträgt sich nicht mit angstvoll populistischem „Herdentrieb“ aus der Angst heraus, als „Außenseiter“ ausgegrent zu werden.

    Noch zur Zeit von Marx und Engels waren (objektive) Wissenschaftlichkeit und aufgeklärte Bildung der Unterschicht eine Grundvoraussetzung zur Emanzipation von der Manipulation der Finanz- und Kapitaloligarchie.

    Fängt auch „die Linke“ an , aus Weltrettungs- und „Klassenrettungs- Motiven“ heraus objektive Wirklichkeiten gering zu schätzen, weil sich mit eine bißchen „pädagogisch- didaktischem“ Manipulieren der Tatsachen ihre Agenda vielleicht schneller durchsetzen lässt, verliert sie langfristig im „Volk“ und vor allem auch bei der “ Intelligentia“ ihre Reputation für Jahrzehnte oder länger. Was dann der absolute Gau für die linke Emanzipationsbewegungen wäre.

    Schon jetzt drängt man Menschen mit kritischen Fragen in die Arme der Afd, in dem man propagndistisch versucht sie als wissenschaftsignorante Trottel zu stigmatisieren.

  4. Klima ist ein kompliziertes Thema. Wenige Grade mehr bedeuten Dürren, Unwetter und viele Hitzetote und Klimaflüchtlinge, ein paar Grad weniger bedeuten kilometerdickes Eis auf Deutschland. Wie Rezo http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=7561 sagt, alle Länder, die daran beteiligt sind, und es sind die meisten, erkennen die Ergebnisse von dem IPCC https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfter_Sachstandsbericht_des_IPCC an. Und es klingt überzeugend, dass 0,04% nichts bewirken könnten, aber das ist Physik. Und Greta spricht das aus, was die Wissenschaft sagt. Und die Wissenschaft sagt, das Carbonbudget ist ziemlich aufgebraucht… wir haben nur noch 10 Jahre, um Schlimmes zu verhindern, es ist hohe Zeit…

    • Naja, wenn Rezo das sagt, dann müssen sich alle anderen wohl irren. Und erst recht, wenn er dann auch noch Greta unterstützt wird.
      WEnn Greta das sagt, was die Wissenschaft sagt, was bitte ist dann Physik? Ist das keine Wissenschaft?
      Von welchem Ergebnis des IPCC sprechen sie denn, welches meinen Sie konkret? Was sagt das IPCC konkret zum CO2. Denn darum geht es hier in diesem Beitrag, nicht um Dürren, Unwetter usw und auch nicht um kilometerdickes Eis. Hier geht es allein um die Wirkung von 0,04% CO2 in der Atemluft.
      Und bitte schön, was ist ein Carbonbudget? Das ist ja ein ganz neuer Begriff in dieser an Einfällen und Wortschöpfungen reichen Diskussion?

      • Sie haben meines Erachtens die IPCC Befunde nicht gelesen.
        Die Daten des IPCC sind zugebenermaßen etwas schwierig zu lesen.
        https://www.ipcc.ch/report/ar5/syr/ , dort steht ein Downloadlink: Summary for Policymakers
        Auf Seite 8 von 32 steht hervorgehoben:
        “Cumulative emissions of CO2 largely determine global mean surface warming by the late 21st century and beyond.” Das bedeutet: Seit dem späten 21 Jahrhundert sind die Temperaturen wegen den CO2 Ausstößen angestiegen…

      • Hallo Herr Käss

        Warum zitieren Sie englisch, wenns doch einen deutschen Text gibt, den Sie dann noch übersetzen. Umständlich! Oder wollten Sie uns nur zeigen, was Sie drauf haben? Dann haben Sie auch noch an der Stelle angebrochen, wo es dann wirklich interessant wurde und sich Ihre Sichtweise durch den IPCC-Bericht selbst als falsch herausgestellt hätte.
        Dort heißt es nämlich:
        „Die kumulativen CO2-Emissionen bestimmen weitgehend die mittlere globale Erwärmung der Erdoberfläche bis zum späten 21. Jahrhundert und darüber hinaus. Projektionen von Treibhausgasemissionen unterscheiden sich erheblich, abhängig sowohl von sozioökonomischer
        Entwicklung als auch von Klimapolitik. {2.1}“
        Da sagt das IPCC doch selbst, dass diese Zahlen, die Sie als Tatsachen uns andrehen wollten, PROJEKTIONEN sind, also Vermutungen in die Zukunft hinein. Und zudem sagt das Zitat des IPCC, dass sich diese Projektionen, also diese Vermutungen, dann auch noch „erheblich“ unterscheiden. Wieso haben Sie das ausgelassen? Wollten Sie uns für dumm verkaufen?
        Ich habe nicht den Eindruck, dass es Ihnen ernsthaft um Erkenntnisgewinn geht. Ich werde Ihre Beiträge deshalb nicht mehr veröffentlichen.

  5. Dass hier die Kritiker meines Beitrags und meiner Kritik an ihrer Kritik nicht mehr in ERscheinung treten, liegt nicht daran, dass ihre Wortmeldungen von mir nicht veröffentlicht wurden. Sie haben einfach nicht mehr geantwortet. Auch hier werden Beiträge nicht veröffentlicht. Das will ich nicht verschweigen. Aber sie werden aus inhaltlichen Gründen nicht freigeschaltet.
    So hat einer mich über die Wirkungsweise von Blutzucker als körpereigenem Stoff belehren wollen, natürlich wieder garniert mit reichlich Äußerungen an meiner „Inkompetenz“. Das stimmt in Bezug auch medizinische Fragen wie dem Blutzucker. Aber hier geht es um CO2 und nicht um Blutzucker und Rechthaberei über die Wirktungsweise von Giften.
    Ich habe diesen Beitrag nicht veröffentlicht, damit die Diskussion nicht ins Uferlose sich verläuft.

  6. Sehr geehrter Herr Rüdiger Rauls,
    vor ein paar Jahren bekam ich erstmals Zweifel am menschgemachten Klimawandel, als ich in einem der Bücher von Peter Scholl-Latour die von ihm nicht näher begründete Bemerkung las, es handele sich beim Klimawandel lediglich um ein Politikum, nicht um seriöse Wissenschaft. Da Peter Scholl-Latour in Politik- und Geheimdienstkreisen bestens vernetzt und zudem ethisch integer war, hat mich das damals zum Nachdenken gebracht. Seither versuche ich mir als Laie ein eigenes Bild zu machen und bin erstaunt über die extrem unterschiedlichen und widersprüchlichen „wissenschaftlichen“ Positionen in diesem komplexen Bereich und über die einseitige banalisierende Darstellung in den alpha-Medien, die „Schlammschlachten“ unter den Wissenschaftlern, die sich gegenseitig mangelnde Seriosität und Bestechlichkeit unterstellen. Man hörte schon vor Jahren, dass die Erdtemperatur mit der Wolkenbildung und diese mit der kosmischen Strahlung korreliert und diese These soll inzwischen auch experimentell bewiesen sein, werde aber nicht in dem Klimamodell des ICPP berücksichtigt, weshalb deren Prognosen völlig falsch seien…
    Von diesem noch unsicheren und widersprüchlichen wissenschaftlichen Daten werden in inszenierten medialen Hypes unvernünftig-radikale Forderungen abgeleitet, mit unabsehbaren negativen Auswirkungen auf den Industriestandort Deutschland. In diesem Zusammenhang ist auch das Buch ‚Mit dem Elektroauto in die Sackgasse‘ von Winfried Wolf lesenswert.
    Ein wichtiger Punkt fehlt mir in Ihrem Artikel und in den Kommentaren: Die Frage nach dem ‚Cui bono?‘ Wem nützt eine Schwächung des Industriestandort Deutschland, die damit einhergehende Arbeitslosigkeit und mögliche Destabilisierung? Wer wird sich mit dem Handel von CO2-Zertifikaten eine goldene Nase verdienen? Wem nützt die zunehmende mediale Kriegspropaganda gegen Russland und China und die Torpedierung der Neuen Seidenstraße, dieses großen kontinentalen (CO2-produzierenden) Wirtschaftsraumes von Westeuropa bis Wladiwostok und China? Da kommt mir unter anderem Mackinders alte britisch-imperiale Herzland-Theorie in den Sinn und natürlich die von dem einflussreichen US-amerikanischen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski nach dem Zerfall der Sowjetunion in seinem Buch ‚Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft‘ für das US-Imperium wieder aufgewärmte Herzland-Version in der Brzezinski damals schon einen neuen ‚eisernen Vorhang‘ durch die Ukraine zum Mittelmeer forderte, um eine multipolare auf Völkerrecht basierende Welt zu verhindern.
    Eine positive Information zum Schluss: Kürzlich wurde der Deutsche Zukunftspreis für die Entwicklung eines preiswerten Katalysators vergeben, der die Verflüssigung und das Speichern von Wasserstoff bei geringem(!) Druck ermöglicht und die Brennstoffzellen-Technologie damit als autarke und umweltfreundliche Technologie endlich konkurrenzfähig macht. Damit lässt sich dann auch an windreichen sonnigen Tagen zu viel produzierter Ökostrom einfach zur Herstellung von Wasserstoff aus Wasser verwenden…
    p.s.: Zu dem komplexen Thema des menschgemachten Klimawandels habe ich noch keine feste Position und bin für Argumente offen. Ich bin lediglich gegen überstürzte folgenschwere Aktionen infolge wissenschaftlich offensichtlich noch nicht gesicherter Hypothesen, die die Zerstörung unserer wirtschaftlichen Grundlagen zur Folge haben können.

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